Diesmal war auch unser Campus betroffen und zur Freude aller Studenten is mal wieder der Unterricht ausgefallen (ja, ich finde jedes Land sollte soviele Feiertage haben wie Indonesien)!
Gefeiert wurde der fuenfte Vollmond des Jahres, oder so aehnlich...ganz habe ich das nicht verstanden! Mit ausschlafen war allerdings nicht, jedenfalls nicht fuer die hinduistischen Studenten und auch fuer uns nicht, denn wir bekamen per SMS ne Einladung vom Rektor hoechstpersoenlich, dass wir doch bitte zur Zeremonie puenktlich um neun erscheinen sollten - natuerlich in traditioneller Balinesischer Tracht, wie sich versteht.....klar, kein Problem!
Unsere Dozenten in Feierlaune...
Da wir die Kunst des Sarongbindens noch nicht ganz so sicher beherrschen, halfen uns freundlicherweise unsere Dozenten dabei!
Unser Campus hatte sich ueber Nacht in eine heilige Staette verwandelt, ueberall lagen Opfergaben, der Campuseigene Tempel war reich geschmueckt, Raeucherstaebchen brannten und in der Mitte war eine Buehne aufgebaut auf der spaeter eine Vorfuehrung des traditionellen Puppentheaters mit den bunten Wayan-Puppen stattfinden sollte....
Erstmal haben wir uns aber von unseren Freunden Agus und Made in die Geheimnisse dieser Zeremonie einweihen lassen (kann leider nicht behaupten, dass ich den Sinn danach besser verstanden haette)
Und dann gings los mit beten....alle auf den Boden knien und sich von dem anwesenden Priester weihen lassen.
Unsere Dozenten uebten sich derweil geradezu enthusiastisch im Gamelan Orchester spielen....vielleicht ein bisschen ZU ambitioniert, denn unser Studiengangsleiter - Pak Anom - der gerade eine Rede zum Besten geben wollte, beschwerte sich uebers Mikro das "dieser Laerm aufhoeren sollte", woraufhin die Dozenten verlegen etwas sachter auf ihre Instrumente schlugen....
Die Zeremonie war fuer Balinesische Verhaeltnisse erstaunlisch schnell vorbei und so wollten uns Made und Agus noch zeigen, wo die "richtigen Zeremonien" so abgehen - schliesslich war ja auf ganz Bali Feiertag!
Wir sind dann in den groessten Tempel Denpasars gefahren, in den Orang Bule (wir also) normalerweise gar keinen Zutritt zu haben, aber Dank unseres Outfits und unseren Balinesischen Begleitern durften wir einen Blick in diesem wunderschoenen Tempel werfen....
Agus, Made und der Priester des Tempels versuchten uns nun mit vereinten Kraeften in die Geheimnisse der Hinduistischen Religion einzuweihen - gar nicht so einfach, die Bedeutung der verschiedenen Opfergaben, Rituale und Figuren zu verstehen - und das auch noch auf Indonesisch!
Als uns der Priester dann noch erklaerte, dass Hinduismus eigentlich ja eine monotheitische Religion ist, hab ich gar nichts mehr verstanden....
Der Gute war aber ganz offensichtlich angetang von unseren Bemuehungen und schlug uns doch dann glatt vor uns einen Balinesischen Mann zu suchen und hier zu bleiben....aeh ja, Verkupplungsversuche im Balinesischen Tempel - auch nicht schlecht!
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